Untersuchung des Sehnervs

Der Sehnerv – die Verbindung zwischen Auge und Gehirn

Erkrankungen des Sehnervs wie Glaukom (Grüner Star) frühzeitig erkennen und behandeln

Sehnerv

Der Sehnerv sorgt dafür, dass wir unsere Umwelt mit all ihren Formen und Farben sehen können. Über den Sehnerv werden die durch das Auge aufgenommenen Informationen an das Gehirn weitergeleitet. Dort werden sie in Bilder umgewandelt. Er hat eine Länge von 4-5 Zentimetern und besteht aus gebündelten Nervenfasern. In der inneren Zellschicht der Netzhaut liegen Fasern der sogenannten Ganglienzellen. Diese Fasern bilden den eigentlichen Sehnerv im Auge eines jeden Menschen. Sie verlassen alle gemeinsam an einem bestimmten Punkt – der Papille – als Sehnerv das Auge.

 

Erkrankungen des Sehnervs

Erkrankungen des Sehnervs werden meist von Sehstörungen begleitet und sind dadurch in der Regel schnell zu erkennen. Schmerzen gehen mit den Erkrankungen meist nicht einher. Der Prozess des Sehverlustes kann in Abhängigkeit der Erkrankung sehr schnell oder auch schleichend verlaufen.

 Unter dem Begriff Grüner Star (Glaukom) werden Augenerkrankungen zusammengefasst, die den Sehnerv schädigen.

Charakteristisch ist ein kontinuierlicher Nervenfaserverlust. dieser macht sich am Sehnervenkopf als eine zunehmende Aushöhlung bemerkbar. Als Folge entstehen Gesichtsfeldausfälle, die für den Patienten zunächst unbemerkt bleiben. Erst wenn das Glaukom schon weiter fortgeschritten ist, bemerkt der Patient den fortgeschrittenen Gesichtsfeldausfall. Einmal eingetretene Schädigungen von Nervenfasern und damit verbundene Gesichtsfelddefekte sind bislang nicht umkehrbar (irreversibel) und nicht heilbar.

 

Risikofaktoren für Glaukom

Grundsätzlich lassen sich folgende Risikofaktoren für die Entstehung des Glaukoms definieren: erhöhter Augeninnendruck, Lebensalter und Verwandte mit Glaukomerkankung. Das Risiko, an einem Glaukom zu erkranken, steigt neben dem Augeninnendruck mit dem Lebensalter deutlich an. Das Risiko für eine Glaukomerkrankung ist für einen 80-jährigen bis zu achtmal höher als für einen 40-jährigen. Wenn ein Elternteil am Glaukom erkrankt ist, ist das Glaukomrisiko doppelt so hoch wie bei der Normalbevölkerung, und bei einer Erkrankung von Geschwistern erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung um den Faktor 4. Des Weiteren lassen sich für die unterschiedlichen Glaukomformen verschiedene Risikofaktoren unterscheiden. Der Glaukom entwickelt sich meist unbemerkt, langsam und schleichend. Das Risiko an Glaukom zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Therapiert wird Glaukom zunächst medikamentös, um eine Senkung des Augeninnendruckes zu erzielen. Sofern die medikamentöse Behandlung nicht ausreicht, kann eine Laserbehandlung eingesetzt werden. In bestimmten Situationen kann eine Operation empfehlenswert sein.‎ Operative Techniken  – allen voran die neue mikroinvasive Glaukomchirurgie (MIGS) – bieten gute Heilungsperspektiven. Einige dieser Techniken können sinvollerweise mit eine Operation des grauen Stars kombiniert werden.