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Glossar - das ARTEMIS-ABC der Augenheilkunde

Von „A“ wie Adaptation bis „Z“ wie Zonulafasern haben wir für Sie Begriffe rund um das wichtigste Sinnesorgan – das Auge – zusammengestellt. Wir erläutern Fachbegriffe von Augenkrankheiten bis hin zu augenärztlichen Heilungs- und Therapiemethoden.

 

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Adaptation

Anpassung des Auges an sich verändernde Lichtverhältnisse


Aderhaut-Naevus

(Chorioidea) Gefäßreiche Haut im Auge, welche die Netzhaut mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt


Aerobe Bakterien

Bakterien, die zum Wachstum reichlich Luftsauerstoff benötigen


Akkommodation

Durch Kontraktion des Ziliarmuskels wird eine Veränderung der Linsenwölbung bewirkt und somit die Fokussierung von Gegenständen in unterschiedlichen Entfernungen ermöglicht


Allergene

Stoffe, die bei empfindlichen Personen eine allergische Reaktion auslösen können; häufige Allergene sind Pollen und Tierhaare


Altersbezogene Makuladegeneration (AMD)

Aufgrund einer altersbedingt geschädigten Makula geht nach und nach die Fähigkeit des Zentralsehens verloren. Bei der altersbezogenen Makuladegeneration – kurz AMD – handelt es sich um eine durch schlechten Stoffwechsel verursachte Erkrankung der Netzhaut.


Amblyopie

Schwachsichtigkeit; das Auge ist Teil des Gehirns. Das Sehen wird in den ersten Lebensjahren erlernt. Liegt eine Fehlsichtigkeit vor, kann dieser Lernprozess nicht erfolgen. Oft ist die Ursache einer Amblyopie eine Ungleichheit beider Augen, so dass das schlechtere Auge vom Gehirn „abgeschaltet“ wird. Häufig entwickelt sich hieraus zusätzlich ein Schielen. Seltener gibt es eine beidseitige Ambylopie, (z. B. durch beidseitige hochgradige Hornhautverkrümmung). Einer Ambylopie kann nur durch eine Therapie im Kindesalter entgegengewirkt werden. Daher ist die Früherkennung einer Fehlsichtigkeit im Kleinkindalter sehr wichtig.


Antibiotika

Medikamente, die zur Behandlung bakterieller Infektionen angewendet werden



Amotio Retinae

Die Netzhaut löst sich von ihrer Unterlage ab, ohne Operation droht Erblindungsgefahr. Zeichen für eine Netzhautablösung sind Rußregen, plötzliche Blitze und Sternchen oder ein dicker Vorhang, der sich vor das Gesichtsfeld schiebt. Eine Netzhautablösung ist ein augenmedizinischer Notfall.




Antikörper

Abwehrstoffe des Körpers auf bestimme Krankheitserreger


Antioxidanzien

Substanzen, die die Oxidation hemmen und den Körper vor dem schädlichen Einfluß freier Radikale schützen können; Antioxidanzien können der Degeneration der Makula und anderen ernsten Erkrankungen vorbeugen.


Anti-VEGF-Medikament

Medikament, welches das Wachstum krankhafter Gefäße in der Netzhaut hemmt. Es wird bei bestimmten Augenerkrankungen in den Glaskörper des Auges gespritzt.


Aphakie

Fehlen der Augenlinse (angeboren oder nach Operation)



Astigmatische Keratotomie (AK)

Operative Behandlung zur Behandlung von Astigmatismus; durch tangentiale Einschnitte in die Hornhaut wird bewirkt, dass diese sich entlastet und die Krümmung verringert


Astigmatismus

Hornhautkrümmung, auch Stabsichtigkeit genannt. Astigmatismus bedeutet, dass die Hornhaut in ihrer Krümmung nicht rund (wie ein Ball), sondern etwas oval (wie ein Rugby-Ball) geformt ist. Die ins Auge einfallenden Lichtstrahlen werden ungleichmäßig gebrochen und dadurch entsteht ein verzerrtes Bild auf der Netzhaut. Patienten mit Astimatismus sehen daher einen Punkt als Stab (darum Stabsichtigkeit). Kann durch ein entsprechendes Brillenglas ausgeglichen werden.


Atonisch

Erschlafft; fehlender oder mangelhafter Spannungszustand


Augenheilkunde

Lehre des Aufbaus (Anatomie) und der Erkrankungen (Pathologie) des Auges.


Augenhöhle

Knöcherne Vertiefung des Schädels, in der die Augen liegen


Augeninnendruck

Intraokularer Druck, der durch die im Auge enthaltenen Flüssigkeiten entsteht


Äußere Augenhaut

Faserig-bindegewebige Hülle des Augapfels; besteht aus der Sklera, der Hornhaut und der Bindehaut; dient der Formerhaltung des Auges




Autoimmun

Eine Immun- bzw. Entzündungsreaktion, die sich gegen körpereigenes Gewebe richtet



Benetzung

Die vom Auge produzierte Tränenflüssigkeit verteilt sich gleichmäßig auf der Augenoberfläche


Benetzungstropfen – künstliche Tränen

Liegt eine Störung der Benetzungsfähigkeit der Augen (trockene Augen) vor, können künstliche Tränenersatzpräparate aus der Apotheke die Beschwerden lindern.


Bifokalglas

Geteiltes Brillenglas mit zwei Bereichen verschiedener Brennweite; Fernteil und Leseteil bei Altersweitsichtigkeit (Presbyopie)


Blepharitis

Eine bakterielle Entzündung der Lidränder


Blinder Fleck

Die Stelle an welcher der Sehnerv ins Auge tritt (Papille). Dort befinden sich keine Sehzellen, diese Stelle ist „blind“. Das Gehirn ist trotzdem in der Lage ein vollständiges Bild zu erschaffen, so dass man diesen Ausfall im Alltag nicht wahrnimmt. Bei der Gesichtsfelduntersuchung ist der blinde Fleck nachweisbar.


Chemosis

Wässrige Schwellung (Ödem) der Bindehaut, die in extremen Fällen aus der Lidspalte hervorquellen kann


Chinolon-Antibiotika

Antibiotika, die gegen ein breites Spektrum ophtalmologisch relevanter Pathogene wirken, beispielsweise Ciprofloxacin, Ofloxacin; Wirksamkeit beruht auf der Unterbrechung der Replikation von DNA-Molekülen in Bakterien


Choroid

Der hintere Abschnitt der Uvea (Tunica vasculosa bulbi); gefäßreiche “Aderhaut” des Auges, die die Faserschicht und die Sensorschicht voneinander trennt und alle Gewebeschichten des Auges mit 90 Prozent ihres Blutbedarfs versorgt.


Ciprofloxacin

Potentes Antibiotikum, das in oraler oder ophtalmologischer Form verabreicht wird; Anwendung bei Infektionen des Auges, der Atemwege und bei Harnwegsinfekten sowie bei entzündlichen Beckenerkrankungen, Haut- und Weichteilinfektionen und Geschlechtskrankheiten


CMV-Retinitis

Eine durch den Cytomegalovirus (CMV) hervorgerufene Entzündung der Netzhaut (Meistens bei Patienten mit Immunschwäche)


Computer-Syndrom

Zustand, der durch lange Bildschirmarbeit verursacht wird, charakterisiert durch Überanstrengung der Augen, verschwommene Sicht, Kopfschmerzen sowie trockene und irritierte Augen


Conjunctivitis vernalis

Selten auftretende, wiederkehrende nichtinfektiöse Bindehautentzündung mit allergischer Komponente. In den meisten Fällen sind Kinder im Frühjahr („vernalis“) betroffen.



Crosslinking

Behandlung zur Therapie des Keratokonus. Die Quervernetzung der Hornhautzellen wird mittels UV-Bestrahlung und gleichzeitiger Gabe von Vitamin Augentropfen angeregt.


Dakryostenose

Tränenwegstenose, also eine Verengung der Tränenwege bzw. des Tränenkanals



Descemet Membran

Hintere Grenzplatte des Hornhautendothels; eine der fünf Gewebsschichten der Hornhaut


Diabetes mellitus

Zuckerkrankheit. Stoffwechselerkrankung, die durch erhöhte Blutzuckerwerte charakterisiert ist. Kann zu Störungen anderer Stoffwechselprozesse im Körper und zu Organschäden, auch am Auge, führen.


Diabetische Retinopathie

Netzhauterkrankung, die durch Diabetes verursacht wird. Sie kann in verschiedenen Schweregraden auftreten und zu einem drastischen Verlust des Sehvermögens führen.


Dioptrie

Maßeinheit für die brechende Kraft optischer Systeme, und zwar der Kehrwert der in Metern gemessenen Brennweite (D = 1/f)



Drusen

Ablagerungen in der Netzhaut durch schlechten Stoffwechsel.


Dystrophie

Rückbildung von Gewebe; Zum Beispiel in der Hornhaut des Auges (Hornhautdystrophie)



Engwinkelglaukom

Eine Form des Glaukoms, bei dem eine Einengung des vorderen Kammerwinkels den Abfluss von Kammerflüssigkeit verhindert und so zu einer Erhöhung des Augeninnendruckes führt


Enzymreiniger

Kontaktlinsenpflegemittel für alle Kontaktlinsenarten zur Entfernung denaturierter Proteinablagerungen; in der Regel wird eine wöchentliche Anwendung empfohlen


Epithel

Oberste Zellschicht der Hornhaut.


Erhöhter intraokularer Druck

Chronisch erhöhter Augeninnendruck (über 21 mmHg); kann grundlos entstehen oder als Nebenwirkung anderer krankhafter Zustände auftreten und sollte durch eine lokale Therapie mit drucksenkenden Augentropfen behandelt werden.


Excimer-Laser

Laserart, die im Rahmen der refraktiven Laserbehandlung eingesetzt wird


Exsudate

Hartnäckige Ablagerungen in der Netzhaut.



Febo

Fellow of the European Board of Ophthalmology. Diesen Titel erhält man nach Ablegen einer entsprechenden Prüfung bei der Europäischen Fachgesellschaft für Augenheilkunde (European Board of Ophthalmology Diploma) in Paris. Sie wird auch als europäische Facharztprüfung bezeichnet. In manchen europäischen Ländern ersetzt diese Prüfung die nationale Facharztprüfung. Für einen deutschen Facharzt ist diese Prüfung freiwillig


Femtolaser

Vom Femtosekundenlaser ausgesendete Lichtimpulse liegen im Femtosekundenbereich. Der Femtosekundenlaser hat zahlreiche Anwendungen in der operativen Augenheilkunde, u.a. in der Refraktiven Chirurgie


Fibrose

Krankhafte Bindegewebsvermehrung, die als überschießende Heilungsreaktion nach Verletzung, Infektion oder Entzündung entstehen kann


Fluoreszenzangiographie

Untersuchung der Netzhaut mit Hilfe des Farbstoffes Fluorescein, welcher in die Armvene injiziert wird und sich in der Blutbahn verteilt


Fovea

Die Mitte der Stelle des schärfsten Sehens (also Mitte der Makula).


Fovea centralis

Netzhautgrube im Bereich der Macula lutea (“gelber Fleck”)


Foveola

Eine Vertiefung im Zentrum der Fovea centralis; enthält nur Netzhautzapfen; dient der exakten Farbensicht


Fungi

Mikroorganismen, auch Schimmelpilze und Hefen


Gesichtsfeld

Sichtbereich der bei Geradeausblick erfasst wird; kann mit Hilfe eines Perimeters verbildlicht werden.


Gesichtsfeldtest

Technik, die zur Bestimmung von Gesichtsfeldeinschränkungen angewandt wird; ergibt Hinweise auf das Vorliegen einer Glaukomerkrankung


Glaskörper

Gelartige Masse, die den Hohlraum des Augeninneren ausfüllt


Glaucoma chronicum

Schleichende Verlaufsform des Engwinkelglaukoms mit einhergehender Abflussbehinderung des Kammerwassers


Glaukom

Grüner Star – Degeneration des Sehnerven, durch erhöhten Augeninnendruck


Glaukomanfall

Der Abfluss des Kammerwassers wird gestört und der Augeninnendruck erhöht sich in kurzer Zeit auf enorme Werte. Dies macht sich durch starke Kopfschmerzen und Sehverschlechterung bemerkbar. Ein augenärztlicher Notfall, der sofort behandelt werden muss.


Grauer Star

Fachbegriff Katarakt; Trübung der natürlichen Augenlinse


Grüner Star

Fachbegriff Glaukom; Degeneration des Sehnerven, oft durch erhöhten Augeninnendruck, kann aber auch andere Ursachen haben (z. B. Durchblutungsstörungen)



Hinteres Segment

Das hintere Segment wird vorne durch die Linse begrenzt und reicht bis zum Augenhintergrund; enthält Glaskörperflüssigkeit und wird auch als Glaskörper bezeichnet


Hinterkammerkapsulotomie

Eingriff, bei dem mittels YAG-Lasers die Öffnung im hinteren Bereich der Linsenkapsel gelasert wird, wenn diese nach einer Kataraktoperation getrübt ist


Hornhautendothel

Innere Gewebeschicht; das sogenannte Endothelgewebe der Hornhaut


Hornhautepithel

Äußere Gewebeschicht; das sogenannte Epithelgewebe der Hornhaut, das für 90 Prozent des Stoffwechsels verantwortlich ist


Hornhautkrebs

Nekrose des Hornhautepithels; tritt häufig infolge einer traumatisch induzierten Infektion der Hornhaut auf, die sich von der Bindehaut oder einem infizierten Tränensack her ausbreitet


Hornhaut-Topographer

Diagnosegerät, das unter Anwendung computergestützter Video-Keratographie die Hornhautoberfläche abbildet; wichtig bei der Verschreibung von Kontaktlinsen für unregelmäßig geformte Augen




Hyperopie

Weitsichtigkeit – sie entsteht aufgrund eines flachen Augapfels oder einer nicht adäquat verformbaren Linse oder aufgrund eines Defekts der Hornhaut, die weniger gekrümmt ist als normal


Interferon

Substanz, die bei der unspezifischen Reaktion auf Infektionen eine Rolle spielt; stellt einen Schutz gegen Viren dar


Intraokularlinse

Linse, die als Ersatz für die natürliche Linse ins Auge eingeführt wird


Iris

Regenbogenhaut des Auges; Reguliert den Lichteinfall ins Auge


Kammerwasser

Wasserklare Flüssigkeit in der vorderen Augenkammer; enthält Nährstoffe und Sauerstoff für Linse und Hornhaut und dient dem Abtransport von Stoffwechselabbauprodukten und Kohlendioxid in der vorderen Augenkammer; wird ständig vom Ziliarkörper gebildet und fließt aus dem Auge durch das Trabekelwerk und den Schlemm-Kanal ab; das Gleichgewicht von Kammerwasserbildung und -abfluss erhält den Augeninnendruck


Katarakt – Cataract

Linsentrübung, die zu Sehbehinderung führt; entsteht durch Veränderungen der Linsenfasern, wodurch Licht unpräziser fokussiert und das Sicht verschwommen wird; häufig eine Alterserscheinung. Es gibt aber auch angeborene oder durch Unfälle verursachte Linsentrübungen.


Keratitis

Hornhautentzündung des Auges, die durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst werden kann, wie zum Beispiel Säuren oder Laugen, UV-Strahlung oder Bakterien.


Keratitis photoelectrica

“Sonnenbrand” der Hornhaut durch hohe Lichteinstrahlung, z.B. nach Schweißarbeiten oder Skifahren ohne Sonnenbrille; die Symptome reichen von Unwohlsein, verschwommener Sicht bis hin zur Lichtempfindlichkeit; zeitweiser Verlust des Sehvermögens wird auch als "Schneeblindheit” bezeichnet



Keratoconjunctivitis sicca

Trockene Augen aufgrund einer Störung in der Zusammensetzung des Tränenfilms, bei der Hornhaut und Bindehaut betroffen sind


Keratoconjunctivitis vernalis

Beidseitig auftretende, wiederkehrende Entzündung der Bindehaut und der Hornhaut, die bei Kindern häufig bei warmem Wetter entsteht


Keratokonus

Gewebeschwäche der Hornhaut. Die Hornhaut wölbt sich an einer Stelle kegelförmig nach vorne und ist dort verdünnt.


Keratometer

Diagnosegerät zur Messung der vertikalen und horizontalen Krümmung der Hornhaut, z. B. für die Anpassung von Kontaktlinsen oder die Diagnostik bei Hornhauterkrankungen wir Keratokonus; auch Ophthalmometer genannt



Kongenitales Weitwinkelglaukom – Glaucoma infantile

Glaucoma infantile; eine seltene Form des Glaukoms bei Säuglingen und Kleinkindern. Entsteht aufgrund eines angeborenen Defekts, nämlich fehlender Differenzierung des Trabekelwerks im Kammerwinkel; der Kammerwasserfluss ist eingeschränkt, was zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks führt; progressive Verlaufsform, die üblicherweise beide Augen betrifft und zu einer Schädigung des Sehnervs führen kann.


Konjunktiva – Conjunctiva

Bindehaut; eine die Innenfläche der Lider überziehende durchsichtige Schleimhaut; Barriere gegen Infektionen; die Bindehaut sondert Mucin (Schleim) ab und dient der Verteilung der Tränenflüssigkeit, sowie dem Abtransport von Abbauprodukten oder losen Fremdkörpern aus dem Auge.



Kornea

Hornhaut;durchsichtiger Abschnitt der Bindehaut vor der Pupille; durch die Hornhaut gelang Licht ins Auge und wird auf die Retina fokussiert


Kortikosteroide

Cortison; Natürlich vorkommende oder synthetisch hergestellte Hormone, die zur Behandlung vieler verschiedener klinischer Krankheitsbilder verwendet werden


Kristalllinse

Augenlinse, die durch die Anpassung ihrer Krümmung Objekte in unterschiedlicher Entfernung scharf auf die Netzhaut projizieren kann (bei normalsichtigem Auge)


Künstliche Linsen

Intraokulare Linsen, die z. B. bei Katarakt-Operationen implantiert werden, um die natürliche Linse zu ersetzen oder bei refraktiver Chirurgie um Fehlsichtigkeiten zu korrigieren


Lasek

Unter dem Begriff photorefraktive Keratektomie (PRK) versteht man ein Keratomie-Verfahren der Refraktiven Chirurgie, die eine Brille oder Kontaktlinse zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten ersetzen soll. Leicht abgewandelte Techniken der PRK werden als LASEK (Laser-epitheliale Keratomileusis) bezeichnet.


Laser

Geräte, die einen starkgebündelten Lichtstrahl produzieren; das Wort Laser ist ein Akronym, das für “Light Amplyfication by Stimulated Emmission of Radiation” steht


Laserchirurgie

Verfahren, das die intensiven gebündelten Lichtstrahlen benutzt, um erkranktes Gewebe blutungsarm zu schneiden, ohne umliegendes gesundes Gewebe zu schädigen; wird auch zur Versiegelung offener Blutgefäße verwendet sowie zur Zerstörung von Gefäßneubildungen bei Erkrankungen, wie Makuladegeneration und diabetischer Retinopathie. Ebenso können Netzhautveränderungen wie z. B. Netzhautlöcher damit stabilisiert werden zur Vorbeugung einer Netzhautablösung.


Lasik

Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK) - hierbei handelt es sich um ein chirurgisches Verfahren aus der Augenheilkunde, welches zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten unterschiedlicher Art eingesetzt wird. Als solches gehört dieser Eingriff zum Feld der refraktiven Chirurgie


Limbus corneae

Seichte Rinne beim Übergang der Hornhaut auf die Lederhaut; Blutgefäße des Limbus corneae dienen der Versorgung der Hornhaut und dem Abtransport von Stoffwechselabbauprodukten


Linse

Augenlinse, die durch die Anpassung ihrer Krümmung Objekte in unterschiedlicher Entfernung scharf auf die Netzhaut projizieren kann (bei normalsichtigem Auge)


Lutein

Antioxidanz, das überall im Körper und konzentriert in der Makula vorkommt; es wird angenommen, dass Lutein dazu beiträgt, das Auge vor Schäden durch freie Radikale, die durch harmlose Sonnenlichtstrahlen entstehen, schützt


Makula – Macula lutea

Stelle des schärfsten Sehens in der Mitte der Netzhaut. Auch „gelber Fleck“ genannt.



Makulaödem

Flüssigkeitsansammlung in der zentralen Netzhaut, verursacht schlechtes und verzerrtes Sehen im zentralen Gesichtsfeld




Meibom Drüsen

Drüsen im Augenlid, die Talg absondern, den öligen Anteil der Tränenflüssigkeit. Sind diese Drüsen verstopft, kann es zu Lidrandentzündungen bis hin zu Hagelkörnern des Lides kommen.


Mucin

„schleimiger“ Bestandteil des Tränenfilms zur Abwehr von Erregern


Mucinablagerungen

Mucin, das von den Becherzellen der Bindehaut produziert wird, bildet Ablagerungen auf Kontaktlinsen


Myopie

Kurzsichtigkeit; verminderte Sehfähigkeit in der Ferne. Entsteht durch Überlänge des Augapfels oder eine nicht ausreichend abflachende Linse oder aufgrund einer abnormal gekrümmten Hornhaut


Neovaskularisationen

Neubildung von krankhaften Gefäßen. Kann z. B. in der Netzhaut oder an der Regenbogenhaut stattfinden.


Netzhautablösung

Die Netzhaut löst sich von ihrer Unterlage ab, ohne Operation droht Erblindungsgefahr. Zeichen für eine Netzhautablösung sind Rußregen, plötzliche Blitze und Sternchen oder ein dicker Vorhang, der sich vor das Gesichtsfeld schiebt. Eine Netzhautablösung ist ein augenmedizinischer Notfall.


Neutralisierung

Zur Kontaktlinsenreinigung. Anwendung bei Wasserstoffperoxid-Desinfektionssystemen; Beschleunigung einer ablaufenden chemischen Zerfallsreaktion von Wasserstoffperoxid durch Katalyse oder chemische Reaktion


Ödem

Schwellung, die durch eine übermäßige Ansammlung von Flüssigkeit in Geweben entsteht


Ophthalmoskop

Gerät zur Untersuchung verschiedener Augenstrukturen; kann für die Untersuchung glaukombedingter Schäden verwendet werden




Papille

Sehnervenkopf bzw. die Stelle, an der der Sehnerv ins Auge eintritt. An dieser Stelle der Netzhaut kann das Auge nicht sehen, deshalb auch "blinder Fleck" genannt. Das Gehirn blendet diesen Bereich jedoch aus, sodass der Mensch im Gesichtsfeld keinerlei Störungen bemerkt.


Papillom

Abgekapselter, oberflächlicher, gutartiger Hauttumor.


Perimetrie

Diagnoseverfahren zur Bestimmung des Gesichtsfelds


Phakoemulsifikation

Linsenverflüssigung; die körpereigene Linse wird mittels Ultraschall zerstört und abgesaugt. Gängiges, minimalinvasives Verfahren bei Operationen des grauen Stars.


Photorefraktive Keratektomie (PRK)

Chirurgisches Verfahren zur Entfernung der äußeren Hornhautschicht mit Laser; angewandt zur Korrektur von Myopie und bei einigen Fällen von Hyperopie


Photorezeptoren

Zellen der Netzhaut, Sehzellen, man unterscheidet zwei Arten – Zapfen und Stäbchen


Polymerabsorption

Fähigkeit des Hornhautepithels, spezifische polymere Moleküle zu absorbieren; diese bilden einen hydrophilen Film und ermöglichen eine bessere Interaktion mit den Bestandteilen des Tränenfilms


Präkornealer Tränenfilm

Dünne Schicht von Flüssigkeit, die dazu dient, die Hornhautoberfläche feucht zu halten und so eine glatte Brechungsoberfläche bildet; wichtig für die Ernährung und den Stoffwechsel der Hornhaut, befeuchtet die Augen beim Lidschlag und schützt das Auge vor Infektionen


Presbyopie

Weitsichtigkeit aufgrund altersbedingtem Elastizitätsschwund der Linse; die meisten Menschen entwickeln Altersweitsichtigkeit nach dem vierzigsten Lebensjahr


Primäres Weitwinkelglaukom

Eine Form des Glaukoms, die durch den zunehmenden Anstieg des Augeninnendrucks gekennzeichnet ist und einen langsamen, progressiven Verlust des Sehvermögens zur Folge hat; Risikofaktoren sind unter anderem fortgeschrittenes Lebensalter, Diabetes und Glaukomerkrankungen in der Familienanamnese


PRK

photorefraktive Keratektomie (PRK) bezeichnet ein Keratomie-Verfahren der refraktiven Chirurgie, das Brille oder Kontaktlinse zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten ersetzen soll.


Proliferative diabetische Retinopathie

Netzhauterkrankung, die durch Diabetes verursacht wird und zu einem drastischen Verlust des Sehvermögens führen kann. Proliferativ bedeutet wuchernd oder wachsend. Neue krankhafte Blutgefäße bilden sich.


Pupille

Runde, zentrale Öffnung der Iris; ermöglicht den Lichteintritt ins Auge


Refraktionschirurgie

Chirurgischer Eingriff, bei dem Einschnitte in die Hornhaut gemacht werden, um deren Form zu verändern; Behandlung von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus



Refraktive Chirurgie

Augenoperationen oder Laserbehandlungen, die die Brechkraft des Auges verändern und so optische Korrekturen wie Brillen oder Kontaktlinsen ersetzen oder deren benötigte Stärke deutlich reduzieren sollen.



Retinachirurgie

Operationen an der Netzhaut des Augen (invasiv oder mittels Laser)


Retinitis pigmentosa

Erkrankung der Netzhaut, bei der die Photorezeptoren langsam zu Grunde gehen. Das Gesichtsfeld engt sich ein und führt mit zunehmendem Krankheitsverlauf zum sogenannten „Tunnelblick“. Weitere Symptome sind Nachtblindheit und Störungen des Farbensehens.


Retinopathia diabetica

Veränderungen der Netzhaut, die im fortgeschrittenen Stadium einer Diabeteserkrankung auftreten können und schlimmstenfalls zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Sehvermögens führen.


RGP-Kontaktlinsen

“RGP” steht für “Rigid Gas Permeable” und bedeutet, dass es sich um harte Kontaktlinsen handelt, die sauerstoffdurchlässig sind. Die Linsen werden aus einem durchsichtigen, bruchsicheren Kunststoff hergestellt, der problemlos der Form der Linse des Patienten angepasst werden kann; die Linsen verfügen über eine höhere Sauerstoffpermeabilität als die ursprünglichen harten Linsen und tragen so zum Tragekomfort für den Patienten bei


Schlemm-Kanal

Venenähnliches Gefäß zur Ableitung von überschüssigem Kammerwasser; Kammerwasser fließt aus dem Trabekelwerk in den Schlemm-Kanal


Sehnerv

Nerv, der das Auge mit dem Gehirn verbindet; leitet elektrische Impulse von der Netzhaut (insbesondere den Ganglienzellen) zum Gehirn


Sehnervenscheibe

Sehnervenkopf, bzw. die Stelle, an der der Sehnerv ins Auge eintritt. An dieser Stelle der Netzhaut kann das Auge nicht sehen, deshalb auch "blinder Fleck" genannt. Das Gehirn blendet diesen Bereich jedoch aus, so dass der Mensch im Gesichtsfeld keinerlei Störungen bemerkt.


Sekundärglaukom

Glaukom, das häufig als Komplikation anderer Augenerkrankungen (beispielsweise Uveitis, intraokulare Tumoren, vergrößerte Linse etc.) auftritt



Sensorische Komponenten

Augenstrukturen, in denen Licht in Information umgewandelt wird, die das Gehirn auswerten kann; hierzu gehören die Retina und der Sehnerv


Sicca Syndrom

Trockene Schleimhäute, nicht nur am Auge sondern auch z. B. im Mund


Sklera

Lederhaut des Auges, auch als das “Weiße des Auges” bezeichnet; schützt und bewahrt die Form des Augapfels durch ihre feste Struktur.


Skotom

Bedeutet wörtlich “zunehmende Dunkelheit”; Defekte im Gesichtsfeld z.B. durch glaukomatöse oder neurologische Ursachen


Spaltlampenmikroskop

Hauptuntersuchunginstrument in der Augenheilkunde mit verschiedenen Vergrößerungsmöglichkeiten zur Betrachtung aller Augenabschnitte


Stäbchen

Photorezeptoren für das Hell/Dunkel-Kontrastsehen, befinden sich hauptsächlich in der Peripherie der Retina


Staroperation

Operative Entfernung einer infolge von Katarakt getrübten Linse


Strabismus

Beim Strabismus handelt es sich um eine Fehlstellung der Augen, auch Schielen genannt.



Torische Linse

Linse mit multiplen Krümmungsradien zur Korrektur von Sehschwächen im Zusammenhang mit Astigmatismus


Trabekelwerk

Netzwerk von Geweben im Auge, die den Augeninnendruck regulieren


Trabekulektomie

Operation im Zusammenhang mit Glaukom. Ein Teil des Trabekelwerks wird entfernt, damit das Kammerwasser besser abfließen kann und der Augeninnnendruck dadurch gesenktwird.


Trachom

Augeninfektion, die von Chlamydien verursacht wird; zur Zeit die weltweit am weitesten verbreitete Alleinursache für Blindheit



Tränenfilm

Film aus befeuchtenden Substanzen, der die Hornhaut und die Bindehaut umgibt; wird von den Tränendrüsen abgesondert und enthält unter anderem Salze und Proteine; dient der Befeuchtung und dem Schutz der Binde- und Hornhaut und bildet deren glatte optische Oberfläche


Tränennasengang

Röhrenförmiges Element des Tränenabflußsystems, das den Tränensack mit dem unteren Teil der Nasenhöhle verbindet; leitet Tränen vom Auge in die Nase


Tränenpumpe

„Pumpmechanismus“ bei dem die überschüssige Tränenflüssigkeit beim Lidschlag in die ableitenden Tränenwege gedrückt wird


Tränenpunkt

Öffnungen, die an den nasenseitig gelegenen Rändern des oberen und unteren Augenlids liegen und durch die Tränen ins Tränenabflusssystem des Auges gelangen. Bei verstopften Tränenpunkten kommt es zu stark tränenden Augen. Der Abfluss kann durch eine Spülung mittels einer stumpfen Kanüle und Kochsalzlösung wieder hergestellt werden.


Tränensack

Teil des Tränenabflusssystems; hier werden Tränen angesammelt, bevor sie in den Tränennasengang abfließen



Uvea

Mittlere Augenhaut; besteht aus der Regenbogenhaut, dem Ziliarkörper und der Aderhaut; sie reguliert den Lichteinfall und den Augeninnendruck


Uveitis

Entzündung des Uvealtrakts, umfaßt Iritis, Cyclitis, Iridocyclitis, Choroiditis, Chorioretinitis sowie manchmal Retinochoroiditis und Retinitis


UV-Licht

Hochenergetisches Licht im Kurzwellenbereich, das gerade nicht mehr sichtbar ist. Kann bei hoher Konzentration die Netzhaut schädigen.


Vitrektomie

Operation, bei der der Glaskörper des Auges entfernt wird.


Vorderer Augenabschnitt

Umfasst Cornea, Iris, Linse, Ziliarkörper und den vorderen Teil der Sklera sowie die vordere und hintere Kammer; enthält Kammerwasser


Vorderkammer

Raum zwischen Hornhaut und Iris; dort zirkuliert das Kammerwasser.


Zapfen

Photorezeptoren der Netzhaut für das Farbensehen


Ziliarkörper

Ringmuskel im Auge, welcher die Augenlinse zum Fokussieren verformt. Außerdem ist er an der Kammerwasserproduktion beteiligt


Zonulafasern

Feine Fasern des Ziliarkörpers, mittels derer die Linse aufgehängt ist; die Linsenspannung wird durch den Ziliarmuskel eingestellt



Trifokalglas

Geteiltes Brillenglas mit drei Bereichen verschiedener Brennweite; Fernteil, Zwischendistanz (z.B. Computer) und Leseteil bei Altersweitsichtigkeit (Presbyopie)


Gleitsichtglas

Übergangslos geschliffenes Brillenglas, welches bei bereits vorhandener Altersweitsichtigkeit im Alltag ein scharfes Sehen über alle Distanzen ermöglicht


CDR (Cup-Disc-Relation)

Aushöhlung des Sehnervs (wird von 0,0 bis 1,0 angegeben, wobei 1,0 der höchsten Stufe entspricht, in der der Sehnerv komplett atrophiert ist, Gesichtsfelddefekte bis zur Erblindung können die Folge sein)


Chalazion

„Hagelkorn“; lokale Entzündung im Augenlid durch verstopfte Talgdrüsen


Conjunctivitis sicca

Brennende Augen, Sandgefühl durch gestörte Produktion des Tränenfilms. Kann erfolgreich durch Tränenersatzpräparate behandelt werden.


Glaskörpertrübung

Verklumpungen im Glaskörper werden oft als „fliegende Mücken“ vom Patienten wahrgenommen


Glaskörpertabhebung

Im Laufe des Lebens löst sich der Glaskörper von der Netzhaut. Dies passiert in der Regel unbemerkt und folgenlos.


Glaskörperblutung

Gibt es eine undichte Stelle an der Netzhaut, kann dort Blut austreten. Einzelne Tropfen verteilten sich im Glaskörper und können als „Spinnennetz“ wahrgenommen werden. Bei Austritt einer größeren Menge Blut, kann es zu zeitweiliger Blindheit eines Auges kommen, bis das Blut vom Körper wieder abgebaut wird. Die Ursache sollte vom Augenarzt untersucht werden.


Iritis

Entzündung der Regenbogenhaut


Keratoglobus

Gewebeschwäche der Hornhaut. Die Hornhaut wölbt sich an einer Stelle kugelförmig nach vorne und ist dort verdünnt


Kontaktlinsen

Sehhilfen, die anstelle einer Brille direkt auf die Hornhaut des Auges gesetzt werden. Gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, Materialien und Sehstärkebereichen.


Low-Tension-Glaukom

Degeneration des Sehnerven ohne erhöhten Augeninnendruck (z. B. durch Durchblutungsstörungen)


Optikusatrophie

Degeneration des Sehnerven durch unterschiedliche Faktoren


Nicht proliferative diabetische Retinopathie

Netzhauterkrankung, die durch Diabetes mellitus verursacht wird. Es bilden sich Gefäßaussackungen in den Blutgefäßen, die bei weiterem Fortschreiten undicht werden können.

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