Dioptrien-Grenzwerte Augenlasern
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Bis wie viele Dioptrien kann man Augen lasern lassen? Grenzwerte im Überblick

Dioptrien geben die Stärke einer Fehlsichtigkeit an und sind ein entscheidender Faktor bei der Planung einer Augenlaserbehandlung. Die möglichen Korrekturbereiche sind jedoch begrenzt: Nicht jede Fehlsichtigkeit kann per Laser vollständig ausgeglichen werden. Welche Werte behandelbar sind, hängt unter anderem von der Art der Sehschwäche, der Beschaffenheit der Hornhaut und dem gewählten Laserverfahren ab.

Die maximal korrigierbaren Dioptrienwerte dienen daher als wichtige Orientierung bei der Frage, ob eine Laserbehandlung infrage kommt. Im Folgenden erfahren Sie, welche Grenzwerte für Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung gelten und welche Faktoren die individuelle Eignung beeinflussen.

Was sind Dioptrien und warum sind Grenzwerte beim Lasern relevant?

Die Dioptrie ist die Maßeinheit für die Brechkraft des Auges. Negative Werte kennzeichnen eine Kurzsichtigkeit, bei der entfernte Objekte unscharf erscheinen. Positive Werte stehen für eine Weitsichtigkeit, bei der vor allem das Sehen im Nahbereich beeinträchtigt ist. Zusätzlich wird eine Hornhautverkrümmung durch einen separaten Zylinderwert angegeben.

Bei einer Laserbehandlung wird die Form der Hornhaut gezielt verändert, um die Fehlsichtigkeit auszugleichen. Dabei trägt der Laser mikroskopisch kleine Mengen Hornhautgewebe ab. Da die Hornhaut nur eine begrenzte Dicke besitzt, kann nicht unbegrenzt Gewebe entfernt werden. Mit steigender Dioptrienzahl erhöht sich der notwendige Gewebeabtrag, wodurch die strukturelle Stabilität der Hornhaut erhalten bleiben muss.

Die maximal behandelbaren Dioptrienwerte ergeben sich deshalb nicht allein aus den technischen Möglichkeiten moderner Lasersysteme, sondern vor allem aus den anatomischen Voraussetzungen des Auges. Ob eine Korrektur möglich ist, wird stets anhand einer individuellen Voruntersuchung beurteilt.

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Dioptrien-Grenzwerte beim Augenlasern: Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung

Ob eine Fehlsichtigkeit per Laser korrigiert werden kann, richtet sich vor allem nach ihrer Art und Stärke. Für Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung gelten unterschiedliche Korrekturbereiche. Während niedrige und mittlere Werte meist problemlos behandelt werden können, steigen mit zunehmender Fehlsichtigkeit die Anforderungen an Hornhautdicke, Gewebsreserve und Behandlungssicherheit.

Die nachfolgenden Richtwerte dienen als allgemeine Orientierung. Ob eine Laserkorrektur tatsächlich infrage kommt, lässt sich erst nach einer augenärztlichen Untersuchung zuverlässig beurteilen.

Grenzwerte bei Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit

Bei sphärischen Fehlsichtigkeiten unterscheiden sich die behandelbaren Bereiche deutlich zwischen Kurz- und Weitsichtigkeit.

Kurzsichtigkeit (Myopie)

  • Gut behandelbar: ca. -0,5 bis -8,0 dpt
  • Grenzbereich: ca. -8,0 bis -10,0 dpt
  • Häufig nicht mehr geeignet: über -10,0 dpt

Im Grenzbereich entscheidet vor allem die verfügbare Hornhautdicke darüber, ob eine sichere Korrektur möglich ist.

Weitsichtigkeit (Hyperopie)

  • Gut behandelbar: ca. +0,5 bis +3,0 dpt
  • Grenzbereich: ca. +3,0 bis +4,0 dpt
  • Häufig nicht mehr geeignet: über +4,0 bis +5,0 dpt

Da die Umformung der Hornhaut bei Weitsichtigkeit technisch anspruchsvoller ist, fällt der behandelbare Dioptrienbereich grundsätzlich kleiner aus als bei Kurzsichtigkeit.

Grenzwerte bei Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)

Eine Hornhautverkrümmung wird über den Zylinderwert angegeben. Auch hier bestimmen die Ausprägung und Beschaffenheit der Hornhaut, ob eine Laserbehandlung möglich ist.

  • Gut behandelbar: bis etwa -5,0 dpt Zylinder
  • Grenzbereich: etwa -5,0 bis -6,0 dpt Zylinder
  • Häufig nicht mehr geeignet: über -6,0 dpt Zylinder

Neben der Höhe des Zylinderwerts spielt die Form des Astigmatismus eine wichtige Rolle. Ein regulärer Astigmatismus weist ein gleichmäßiges Muster auf und lässt sich meist gut korrigieren. Bei einem irregulären Astigmatismus ist die Hornhaut unregelmäßig geformt, wodurch eine Laserbehandlung oft nicht oder nur eingeschränkt möglich ist – unabhängig von der gemessenen Dioptrienzahl.

Laserverfahren im Vergleich: Welche Methode eignet sich für welche Fehlsichtigkeit?

Für die Korrektur von Fehlsichtigkeiten stehen verschiedene Augenlaser-Verfahren zur Verfügung, die sich in ihrer Behandlungstechnik und ihren Einsatzbereichen unterscheiden. Welche Methode geeignet ist, hängt neben den Dioptrienwerten vor allem von den individuellen Voraussetzungen des Auges ab.

Die wichtigsten Verfahren im Überblick:

  • LASIK (Laser in situ Keratomileusis): Ein dünner Hornhautlappen wird angehoben, das darunterliegende Gewebe per Laser modelliert und anschließend wieder abgedeckt. Geeignet für viele Formen von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung; setzt eine ausreichende Hornhautdicke voraus.
  • LASEK / PRK (Photorefraktive Keratektomie): Die Korrektur erfolgt direkt an der Hornhautoberfläche, ohne einen Hornhautlappen anzulegen. Das Verfahren kann bei dünnerer Hornhaut vorteilhaft sein, geht jedoch meist mit einer längeren Heilungsphase einher.
  • SMILE (Small Incision Lenticule Extraction): Ein im Hornhautinneren erzeugter Gewebekern wird über einen kleinen Schnitt entfernt. Die Methode wird vor allem bei Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung eingesetzt und kommt ohne Flap aus.

Die Wahl des geeigneten Verfahrens richtet sich stets nach der Fehlsichtigkeit und den anatomischen Voraussetzungen des jeweiligen Auges.

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Ob eine Augenlaserbehandlung möglich ist, lässt sich nur im Rahmen einer umfassenden Voruntersuchung beurteilen. Die ARTEMIS-Kliniken bieten hierfür moderne Diagnostik sowie individuelle Beratung rund um die Korrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Je nach Befund kommen unterschiedliche Verfahren der refraktiven Chirurgie infrage. Die Entscheidung basiert dabei stets auf den individuellen Voraussetzungen des Auges und den persönlichen Sehbedürfnissen.

Weitere Voraussetzungen für eine Laserbehandlung am Auge

Die Dioptrienwerte sind nur ein Teil der Eignungsprüfung. Ob eine Augenlaserbehandlung möglich ist, hängt zusätzlich von verschiedenen anatomischen und gesundheitlichen Faktoren ab.

Zu den wichtigsten Voraussetzungen zählen:

  • Ausreichende Hornhautdicke: Nach der Behandlung muss genügend Hornhautgewebe erhalten bleiben, um die Stabilität des Auges sicherzustellen.
  • Gesunde Hornhautstruktur: Erkrankungen wie Keratokonus oder andere auffällige Veränderungen der Hornhaut schließen eine Laserbehandlung häufig aus.
  • Stabile Fehlsichtigkeit: Die Sehwerte sollten sich über mindestens ein bis zwei Jahre nicht wesentlich verändert haben.
  • Gesunde Augen: Ausgeprägte trockene Augen oder bestimmte Netzhautveränderungen können gegen einen Eingriff sprechen oder zunächst behandelt werden müssen.
  • Mindestalter von 18 Jahren: Erst nach Abschluss des Augenwachstums wird eine Laserkorrektur in der Regel in Betracht gezogen.
  • Guter allgemeiner Gesundheitszustand: Autoimmunerkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder Medikamente, die die Wundheilung beeinflussen, können die Eignung vorübergehend oder dauerhaft einschränken.

Fazit: Fehlsichtigkeit lasern lassen – Orientierung für Interessenten

Viele Fehlsichtigkeiten lassen sich heute erfolgreich per Laser korrigieren. Ob eine Behandlung infrage kommt, hängt jedoch nicht allein von der Höhe der Dioptrienwerte ab. Neben Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung spielen auch Faktoren wie Hornhautdicke, Augengesundheit, stabile Sehwerte und die Eignung für das jeweilige Laserverfahren eine entscheidende Rolle.

Die genannten Dioptrien-Grenzwerte bieten daher eine hilfreiche Orientierung, ersetzen jedoch keine individuelle Untersuchung. Erst eine umfassende Voruntersuchung durch spezialisierte Augenärzte kann zuverlässig klären, ob eine Laserkorrektur möglich ist und welches Verfahren die besten Erfolgsaussichten bietet.

Augenlasern an ARTEMIS Standorten in Deutschland

Innerhalb der genannten Grenzwerte lassen sich Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung per Augenlaser korrigieren. Ob die eigenen Werte im behandelbaren Bereich liegen, zeigt die Voruntersuchung mit Vermessung von Dioptrien und Hornhaut. 

Augenlasern mit Femto-LASIK, LASEK und Trans-PRK bieten wir an diesen ARTEMIS Standorten in Deutschland an:

Implantierbare Kontaktlinsen (ICL) bei hohen Dioptrienwerten

Liegt die Fehlsichtigkeit oberhalb der per Laser behandelbaren Grenzwerte, etwa bei starker Kurzsichtigkeit, ist die implantierbare Kontaktlinse (ICL) häufig die geeignete Alternative.

Sie wird zusätzlich zur körpereigenen Linse ins Auge eingesetzt und kann auch hohe Werte ausgleichen. Ergänzend steht der refraktive Linsenaustausch (RLA) zur Verfügung. 

Diese Linsenverfahren bieten wir an folgenden Standorten an:

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