Die altersbedingte Makuladegeneration – kurz AMD – gehört zu den häufigsten Netzhauterkrankungen im höheren Lebensalter und betrifft den zentralen Bereich der Netzhaut, die sogenannte Makula. Die AMD wird in zwei wesentliche Formen unterteilt, die sich in ihrem Entstehungsmechanismus und ihrem klinischen Erscheinungsbild grundlegend unterscheiden. Nach einer Diagnose stellt sich für Patienten und Angehörige häufig die Frage, wie sich die Erkrankung im zeitlichen Verlauf verhält und ob ein Übergang zwischen den Formen möglich ist.
- Einleitung
- Trockene und feuchte Makuladegeneration: Zwei Formen einer Erkrankung
- AMD-Verlauf: Wie sich die Erkrankung über die Zeit entwickelt
- Kann feuchte Makuladegeneration wieder trocken werden?
- ARTEMIS-Kliniken: Augenärztliche Versorgung bei altersbedingter Makuladegeneration
- AMD im Überblick: Orientierung für Patienten und Angehörige
Trockene und feuchte Makuladegeneration: Zwei Formen einer Erkrankung
Bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) werden zwei Hauptformen unterschieden: die trockene und die feuchte Variante. Beide betreffen die Makula, den Bereich der Netzhaut, der für das scharfe zentrale Sehen verantwortlich ist. Unterschiede bestehen jedoch vor allem in den zugrunde liegenden Veränderungen und dem Verlauf der Erkrankung.
Während bei der trockenen AMD ein schleichender Abbau von Netzhautstrukturen durch Ablagerungen und Zellverlust entsteht, ist die feuchte Form durch krankhafte Gefäßneubildungen unterhalb der Netzhaut gekennzeichnet. Diese unterschiedlichen Prozesse beeinflussen die medizinische Beurteilung und den weiteren Krankheitsverlauf.
Trockene AMD – schleichender Abbau der Makula
Bei der trockenen AMD handelt es sich um die häufigste Form der altersbedingten Makuladegeneration. Typisch sind sogenannte Drusen, also Ablagerungen von Stoffwechselprodukten zwischen dem retinalen Pigmentepithel und der darunterliegenden Aderhaut. Dadurch kann die Funktion des retinalen Pigmentepithels beeinträchtigt werden, das für die Versorgung der lichtempfindlichen Sehzellen eine wichtige Rolle spielt.
Über längere Zeit entwickeln sich diese Veränderungen meist schrittweise und bleiben zunächst unbemerkt. Größe und Anzahl der Drusen können unterschiedlich ausgeprägt sein: Während kleinere, harte Ablagerungen häufig weniger kritisch sind, können größere und weiche Drusen mit einem erhöhten Risiko für fortschreitende Veränderungen verbunden sein. Im fortgeschrittenen Stadium kann eine geografische Atrophie entstehen, bei der Bereiche des Pigmentepithels und der Sehzellen in der Makula zugrunde gehen. Eine krankhafte Gefäßneubildung tritt bei dieser Form nicht auf.
Feuchte AMD – unkontrolliertes Gefäßwachstum unter der Netzhaut
Die feuchte AMD entsteht durch das Wachstum krankhafter Blutgefäße unter der Netzhaut. Diese Gefäße sind instabil und können Flüssigkeit oder Blut in das umliegende Gewebe abgeben.
Dadurch kann sich die Struktur der Makula verändern und die Funktion der Sehzellen beeinträchtigt werden. Im Vergleich zur trockenen Form können diese Veränderungen deutlich schneller auftreten und zu stärkeren Einschränkungen des zentralen Sehens führen. Das unkontrollierte Gefäßwachstum unter der Netzhaut ist das entscheidende Merkmal dieser AMD-Form.
AMD-Verlauf: Wie sich die Erkrankung über die Zeit entwickelt
Der AMD-Verlauf lässt sich in der Regel in drei übergeordnete Phasen gliedern, die den Fortschritt der Erkrankung beschreiben und für die ophthalmologische Einschätzung medizinisch relevant sind.
Diese setzen sich zusammen aus:
- Frühstadium: In dieser Phase sind oft kleine bis mittelgroße Drusen vorhanden, ohne dass ausgeprägte Veränderungen der Sehfunktion feststellbar sind. In vielen Fällen sind keine oder nur sehr geringe Einschränkungen im zentralen Sehfeld bemerkbar.
- Zwischenstadium: Hier zeigen sich größere Drusen oder Veränderungen im retinalen Pigmentepithel in einem ausgeprägteren Ausmaß. Leichte Beeinträchtigungen des zentralen Sehens, etwa beim Lesen oder Erkennen von Gesichtern, können auftreten.
- Spätstadium: In dieser Phase sind deutliche Veränderungen an der Makula erkennbar. Bei der trockenen Form kann es zu einem großflächigen Verlust von Netzhautzellen kommen, während bei der feuchten Form krankhafte Blutgefäße die Netzhaut weiter schädigen können. Der Sehverlust ist in diesem Stadium häufig deutlich spürbar und kann das zentrale Sehen erheblich einschränken.
Die Erkrankung verläuft nicht bei allen Menschen gleich – die Geschwindigkeit des Fortschreitens variiert individuell erheblich. Das Stadien-Modell der Makuladegeneration dient daher primär als Orientierungsrahmen für die ophthalmologische Einschätzung und nicht als starre Vorhersage.
Kann feuchte Makuladegeneration wieder trocken werden?
Die Frage, ob eine feuchte AMD wieder in eine trockene Form übergehen kann, lässt sich nicht mit einer einfachen Ja- oder Nein-Antwort beantworten. Eine tatsächliche Rückumwandlung mit vollständiger Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands der Netzhaut ist nach aktuellem medizinischem Verständnis nicht möglich. Die durch krankhafte Blutgefäße entstandenen Veränderungen können dauerhafte Schäden hinterlassen.
In einigen Fällen kann die Aktivität der feuchten AMD jedoch zurückgehen. Wenn keine Flüssigkeit mehr aus den veränderten Blutgefäßen austritt, kann sich Narbengewebe bilden und die Erkrankung in eine inaktive Phase übergehen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine trockene AMD entstanden ist. Vielmehr handelt es sich weiterhin um eine veränderte Form der feuchten AMD, die weiterhin ärztlich kontrolliert werden sollte.
ARTEMIS-Kliniken: Augenärztliche Versorgung bei altersbedingter Makuladegeneration
Für Patienten mit einer AMD-Diagnose bieten die ARTEMIS-Kliniken eine augenmedizinische Versorgung mit Schwerpunkt auf der Erkennung und Behandlung von Netzhauterkrankungen. An zahlreichen Standorten in Deutschland stehen augenärztliche Untersuchungen zur Beurteilung der Makula, zur AMD-Vorsorge und zur Verlaufskontrolle zur Verfügung.
Zur Abklärung einer altersbedingten Makuladegeneration können verschiedene Untersuchungsverfahren eingesetzt werden, darunter die optische Kohärenztomographie (OCT) und die Fluoreszenzangiographie. Abhängig von der Form und dem Stadium der Erkrankung besprechen die Augenärzte geeignete Behandlungsmöglichkeiten. Bei der feuchten AMD kommen unter anderem medikamentöse Therapien wie die IVOM sowie weitere Verfahren zur Behandlung von Netzhauterkrankungen infrage.
AMD im Überblick: Orientierung für Patienten und Angehörige
Die altersbedingte Makuladegeneration umfasst unterschiedliche Formen mit jeweils eigenen Ursachen und Verläufen. Während die trockene AMD durch einen schleichenden Abbau von Netzhautstrukturen gekennzeichnet ist, entsteht die feuchte AMD durch krankhafte Veränderungen der Blutgefäße unter der Netzhaut. Eine feuchte AMD kann nicht vollständig in eine trockene Form zurückverwandelt werden, auch wenn die Krankheitsaktivität zeitweise zurückgehen kann.
Regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind entscheidend, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und den Verlauf der Erkrankung bestmöglich zu begleiten.
Augen-OP & Behandlungen
Grauer Star Operation
Glaukom Behandlung
Vitrektomie
Schieloperation
Augenuntersuchung
Grauer Star Vorsorge
Glaukom Vorsorge
Makuladegeneration Vorsorge
Gutachten
Sehschule
Vorsorge bei Kindern
Augenkrankheiten
Grauer Star (Katarakt)
Grüner Star (Glaukom)
Glaskörpertrübung
Trockenes Auge
Service
ARTEMIS News
ARTEMIS Symposium 2026
Ärztliches Direktorium
Augen-OP Hinweise
Beschwerde-Management
Infoabend Leben ohne Brille
Infoabend Grauer Star
Krankenkasse und Augen lasern Kostenübernahme
Management
Philosophie
Über ARTEMIS
Was uns auszeichnet
Partner werden
Karriere
Medizinisches Fachpersonal
Fachärzte
Weitere Stellen
Zentrale Funktionen
Ausbildung
Recruiting-Team