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Netzhautchirurgie vom Spezialisten

Vitrektomie: minimalinvasive Glaskörperentfernung bei Netzhautproblemen

Vitrektomie (Glaskörperentfernung): Grundlagen der erfolgreichen Behandlung

Die Vitrektomie ist ein bewährtes Verfahren im Rahmen der Netzhautchirurgie zur Behandlung von Netzhaut- und Makulaerkrankungen. Die Entfernung des Glaskörpers kann notwendig werden, um die dahinter liegende Netzhaut erreichen und behandeln zu können. Der Glaskörper besteht aus einer gelartigen Masse und hat keine wesentliche Funktion für den eigentlichen Sehvorgang. Deshalb können wir  ihn ohne Einbußen für das Sehvermögen herausnehmen und nach dem eigentlichen Eingriff an der Netzhaut ersetzen. Bei ARTEMIS bieten wir Ihnen mit der Vitrektomie ein Operationsverfahren an, welches höchsten Qualitätsstandards entspricht und Ihnen die größtmögliche Sicherheit bietet.

Wann wird eine Vitrektomie durchgeführt?

Die Vitrektomie hat sich bei Erkrankungen der Netzhaut und der Makula als chirurgischer Eingriff der Wahl etabliert. Durch die Entfernung des Glaskörpers kann die Netzhaut gut erreichen und großflächig behandeln. Bei den folgenden Krankheitsbildern kann die Vitrektomie eine Option sein, um das Sehvermögen dauerhaft zu verbessern und zu stabilisieren: 

  • Diabetische Retinopathie
  • Netzhautablösung
  • Makulaforamen
  • Glaskörpertrübung
  • Augenentzündungen
  • epiretinale Gliose
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Ablauf der Vitrektomie

Die heutzutage gängige Pars-plana Vitrektomie ist eine erprobte und minimalinvasive Technik, die unter lokaler Betäubung oder Vollnarkose erfolgt. Über drei kleine Schnitte werden die Instrumente eingeführt. Die Vitrektomie erfolgt unter dem Operationsmikroskop, um alle Operationsschritte genauestens zu kontrollieren. Mit Hilfe eines feinen Saug-Schneidewerkzeugs entfernen wir vorsichtig den Glaskörper nach und nach. Gleichzeitig geben wir über eine Kanüle eine Flüssigkeitslösung in das Augeninnere, um den Augendruck aufrechtzuerhalten. Je nach Krankheitsbild behandeln wir die Netzhaut mit einem Laserinstrument oder haben die Möglichkeit, abgelöste Netzhautbereiche wieder anzulegen. Nach der Glaskörperentfernung führen wir als Ersatz für den entfernten Glaskörper eine Kochsalzlösung, medizinisches Gas oder Silikonöl ins Augeninnere ein. Abschließend verbinden wir Ihr Auge. Das Gas entweicht von selbst im Verlauf weniger Wochen und wird – ebenso wie die Kochsalzlösung - von körpereigener Flüssigkeit ersetzt. Das gut verträgliche Öl wird üblicherweise nach 3-6 Monaten in einem Folgeeingriff entfernt.

Vitrektomie: Behandlungserfolg

Die Vitrektomie ist ein langjährig bewährtes Verfahren, das sich in vielen medizinischen Studien als wirksam und sicher erwiesen hat. Unsere Augenspezialisten bei ARTEMIS legen großen Wert auf höchste Qualität und Sicherheit und garantieren Ihnen diese an allen unseren Standorten. Sie können nach dem Eingriff auch selbst dazu beitragen, den Heilungsverlauf zu unterstützen.

Nachsorge

Am Folgetag nach dem Eingriff erfolgt die erste Kontrolluntersuchung in Ihrem ARTEMIS Augenzentrum oder bei Ihrer Augenärztin/Ihrem Augenarzt. Dabei werden ein Sehtest und eine Augeninnendruckmessung durchgeführt, um den angestrebten Behandlungserfolg zu überprüfen. Hier erhalten Sie falls erforderlich antibiotische Augentropfen, die die Heilung entscheidend unterstützen. Es ist wichtig, dass Sie sich an die Anweisungen halten und die verordnete Medikation anwenden.

Gönnen Sie Ihrem Auge nach dem Eingriff eine Schonzeit. Leichte Tätigkeiten sind im normalen Umfang unproblematisch. Allerdings sollten Sie für mindestens zwei Wochen körperliche Anstrengungen, Sport und direkte Sonneneinstrahlung auf das Auge vermeiden. Mindestens eine Woche sollten Sie nicht lesen. Ebenso sollten Sie auf Schwimmen sowie das Auftragen von Make-up verzichten. Je nachdem ob Flüssigkeit, Gas oder Silikonöl in Ihr Auge eingeführt wurde, kann eine bestimmte Lagerung erforderlich sein. Darüber wird Sie der behandelnde Azrt im Nachsorgegespräch informieren. 

Stellen sich nach der Therapie Auffälligkeiten des Sehvermögens oder anderweitige Beschwerden ein, kontaktieren Sie bitte frühzeitig Ihr ARTEMIS Augenzentrum oder Ihre Augenärztin/Ihren Augenarzt.

Wichtig sind die Nachsorgeuntersuchungen und die regelmäßige Anwendung der verordneten Augentropfen. Bedenken Sie: Indem Sie Ihr Auge schonen, tragen Sie zu einem guten Heilungsverlauf entscheidend bei.

 

Prognose und Verlauf der Operation

Die Prognose der Vitrektomie hängt vom Krankheitsbild und dem Ausmaß der Erkrankung ab bzw. wie weit diese fortgeschritten ist. In vielen Fällen ist die Vitrektomie die einzige Option, um die Sehkraft zu erhalten. Bei Netzhauterkrankungen bzw. -schäden, die eine großflächige Behandlung erforderlich machen, ist der große therapeutische Nutzen der Vitrektomie immens.

Risiken der Vitrektomie

Ein geringes Infektions- oder Verletzungsrisiko besteht bei jeder Augenoperation. Folglich kann es bei der Vitrektomie zu Blutungen, Schwellungen oder Infektionen kommen. Bei der Glaskörperentfernung entwickelt sich allerdings nach dem Eingriff sehr häufig ein grauer Star, der eine spätere Kataraktoperation nach sich zieht. Insbesondere bei älteren Patienten raten wir zu einer Linsenoperation während der Vitrektomie. Die grauer Star Operation ist ein sehr sicherer und bewährter Eingriff, den fast alle älteren Menschen ab 70 Jahren durchführen lassen. Äußerst selten kann es durch den Eingriff am Glaskörper zur Bildung eines Netzhautloches oder sogar zu einer Netzhautablösung kommen. In einem persönlichen Aufklärungsgespräch werden mögliche Risiken und Nebenwirkungen besprochen und Sie haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Häufige Fragen

Sollte an die Stelle des Glaskörpers Gas in das Augeninnere eingefüllt worden sein, würde sich dieses bei niedrigem Kabinendruck gefährlich ausdehnen. Von einer Flugreise ist in diesen Fällen dringend abzuraten. Die Flüssigkeit oder das Silikonöl sind für Flugreisen unproblematisch.

Die Entfernung des Glaskörpers ist ein bewährter Eingriff in der Netzhautchirurgie. Die Netzhaut wird nach der Operation von innen durch das Gas, das Öl oder die Flüssigkeit an die darunter liegenden Strukturen gedrückt. Die Stabilität und Form des Auges bleiben dadurch erhalten.

Die Kosten einer Glasköperentfernung werden, wenn einen medizinische Indikation gegeben ist, von der Krankenkasse übernommen.

Ein wesentliches Risiko der Vitrektomie besteht in einer schnelleren Kataraktentwicklung. Bei Patienten mit schon beginnendem grauen Star empfehlen wir, die Katarakt-Operation gleichzeitig mit der Glaskörperentfernung vorzunehmen. In diesen Fällen wird zuerst der Linsenaustausch vorgenommen und danach der Glaskörper entfernt.

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