augenkrankheiten sehfehler fehlsichtigkeit astigmatismus stabsichtigkeit tb 01
Für eine unbeschwerte Sicht

Astigmatismus: Symptome, Ursachen und Behandlung

Was bedeutet Astigmatismus?

Der Name bedeutet übersetzt „Punktlosigkeit“ und wird auch Stabsichtigkeit genannt. Wenn bei Ihnen ein Astigmatismus vorliegt, sehen Sie sowohl in der Nähe als auch in der Ferne unscharf und verzerrt. Die Ursache ist in den meisten Fällen auf eine Hornhautverkrümmung zurückzuführen, die auch angeboren sein kann. Seltener ist der Astigmatismus Folge einer Verformung der Linse oder der Netzhaut. Häufig ist die Stabsichtigkeit mit einer Kurz- oder  Weitsichtigkeit kombiniert. Je nach Ausprägung oder Form kann die Korrektur mit einer Sehhilfe erschwert sein. Unsere Augenspezialisten bei ARTEMIS bieten Ihnen das gesamte Spektrum der refraktiven Chirurgie, um Ihnen bei einem Astigmatismus das Sehen ohne Brille zu ermöglichen.

Anzeichen erkennen
Welche Symptome zeigen sich bei Astigmatismus?

Bei einem ausgeprägten Astigmatismus versucht das Auge die unscharfe Sicht auszugleichen. Die damit verbundene Anstrengung führt auf Dauer zu folgenden Symptomen: 

  • verzerrtes Sehen
  • Übermüdung der Augen
  • Kopfschmerzen
  • häufiges Blinzeln oder Zukneifen der Augen
  • wiederholte Bindehautentzündungen
  • Augenbrennen
  • vermehrter Tränenfluss
augenkrankheiten sehfehler fehlsichtigkeit astigmatismus stabsichtigkeit seheindruck 01
augenkrankheiten sehfehler fehlsichtigkeit astigmatismus stabsichtigkeit seheindruck 02
augenkrankheiten sehfehler fehlsichtigkeit astigmatismus stabsichtigkeit seheindruck 03

Welche Formen von Astigmatismus gibt es?

Die Astigmatismen haben gemeinsam, dass ein Abbildungsfehler des Auges zu unscharfem, verzerrtem Sehen führt. Meistens liegt es an einer ungleichmäßig gewölbten Hornhaut. Es gibt allerdings weniger bekannte Formen, schwere Ausprägungen und einige Mischformen, die die Sehkorrektur erschweren. Wir unterscheiden die Astigmatismen nach Ihrer Ursache:

Die Astigmatismen, die man auf eine Hornhautverkrümmung zurückführen kann, sind die größte Gruppe der Astigmatismen. Grundsätzlich kann man bei den Hornhautverkrümmungen zwischen regulären und irregulären Astigmatismen unterscheiden. Die regulären kommen am häufigsten vor und sind zumeist auch mit einer Sehhilfe korrigierbar, da die Verkrümmung berechenbar ist. Beim irregulären Astigmatismus wird das Licht auf unterschiedlichste Weise gebrochen und es ist äußerst schwer, die Unregelmäßigkeit mit Sehhilfen zu korrigieren. Die Ursache kann eine Hornhautverletzung, Hornhautnarbe oder oder ein Keratokonus sein, bei dem sich die Hornhaut ausbeult. 

Bei den regulären Astigmatismen kann auch eine Kurz- oder eine Weitsichtigkeit hinzukommen. Diese Form der Fehlsichtigkeit erschwert zusätzlich eine Sehkorrektur.

Bei dem selteneren Linsenastigmatismus ist die Linse für die verzerrte Abbildung verantwortlich. Zumeist ist die Linse nicht gleichmäßig kugelförmig geformt, aufgrund von Verhärtungen oder da sie von außen in die Länge gezogen wird.

Diese Form des Astigmatismus ist äußerst selten, z.B. bei sehr langen ausgebeulten Augäpfeln. Hierbei liegt eine Verformung der Lederhaut vor, die  zu einer verzerrten Sicht führt.

Ursache - Symptome - Behandlung

Diagnose: Wie wird ein Astigmatismus festgestellt?

Zur Feststellung des Astigmatismus untersuchen wir Ihre Augen untersuchen wir ihre Auge mit dem Autorefraktometer und gleichen die Brillengläser im Phoropter (automatische Brille) ab. Um zwischen einem Hornhautastigmatismus oder einem Linsenastigmatismus unterscheiden zu können, kann eine Hornhaut-Topographie durchgeführt werden. Dabei können auch krankfhafte, irreguläre Formen beurteilt werden. Anhand dieser Werte können Ihre Brillengläser oder Kontaktlinsen angepasst werden. Auch für die refraktive Behandlung zur dauerhaften Sehkorrektur ist eine sorgfältige Untersuchung im Vorfeld erforderlich, um zu entscheiden ob Ihre Augen gesund sind und für den Eingriff geeignet. Die Voruntersuchung mit Präzisionsdiagnostik ist für den optimalen Behandlungserfolg entscheidend.

Erfahrene Augenärzte überprüfen Ihr Sehvermögen
Hightech-Messverfahren bieten maximale Sicherheit
Obvjektive Bestimmung Ihrer Sehschärfe

Therapie: Wie wird ein Astigmatismus behandelt?

Die Korrektur von Astigmatismus kann durch eine Brille mit Zylinderschliff („Zylindergläser“) oder durch spezielle, torische Kontaktlinsen erfolgen. Ist die Stabsichtigkeit ausgeprägt oder mit anderen Fehlsichtigkeiten kombiniert, ist der Ausgleich durch eine Sehhilfe erschwert. Insbesondere bei höheren Astigmatismen, die das Tragen von „harten“ bzw. formstabilen Kontaktlinsen erfordern, wird die Sehhilfe größtenteils als unangenehm empfunden. Wir können Ihnen bei Ihrem Wunsch nach einem Leben ohne Brille die neueste und zugleich schonendste Lasertechnologie und eine exzellente Linsenchirurgie anbieten. Profitieren Sie von der langjährigen Erfahrung unserer Augenärzte und Augenärztinnen. Je nach Standort bieten wir bei ARTEMIS unterschiedliche refraktive Chirurgieverfahren an, die höchsten Qualitätsstandards entsprechen und die größtmögliche Sicherheit gewährleisten.

Sehen ohne Brille: Methoden des Augenlasern

Unsere Augenspezialisten bei ARTEMIS beraten Sie nach einer ausführlichen Voruntersuchung gerne, welche Laserbehandlung für Sie die passende ist:

  • LASIK
  • Femto-LASIK
  • Trans-PRK
  • LASEK

Sehen ohne Brille: ICL-Linsenimplantate

Bei komplexeren oder stärkeren Astigmatismen bzw. bei zu dünner Hornhaut bieten wir Ihnen eine ausgezeichnete Linsenchirurgie an. Wir setzen Ihnen eine besonders dünne Kunstlinse zusätzlich zu Ihrer natürlichen Augenlinse ein. Diese sogenannte phake intraokulare Linse (ICL) ist wie eine dauerhafte Kontaktlinse in Ihrem Auge - ohne lästiges Verrutschen und Herausfallen.

ICL: Implantierbare Kontaktlinse

Sehen ohne Brille: Was bedeutet Refraktiver Linsenaustausch (RLA)?

Ist ein starker Astigmatismus mit einer Weit- oder Kurzsichtigkeit kombiniert, kann ein refraktiver Linsenaustausch für Sie geeignet sein. Dabei tauschen wir Ihre natürliche Augenlinse gegen eine leistungsfähige Kunstlinse aus. Durch die Wahl Ihrer neuen Kunstlinse wird ein scharfes Sehen ohne Brille oder Kontaktlinse für Sie Wirklichkeit. Einmal implantiert, halten die Linsen ein Leben lang.

Häufige Fragen

Die Hornhaut liegt wie eine schützende Kuppel auf dem Auge, sie ist die äußere Begrenzung und fungiert auch als Schutzschild für unser Auge. Sie hat einen großen Anteil daran, dass wir scharf sehen können. Sowohl die Form der Hornhaut als auch ihre Transparenz spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Transparenz, die für eine klare Sicht sorgt, erhält sie sich durch einen ausgewogenen Wasserhaushalt. Die konstant perfekte Mischung lässt zwischen Wasser und Gewebe lassen die Hornhaut klar und durchsichtig sein. So finden Lichtstrahlen ungehindert den Weg zur Netzhaut im hinteren Teil des Auges. Die Form bzw. die Wölbung der Hornhaut ist wiederum entscheidend für die nötige Brechkraft des Auges, um das Bild scharf auf unserer Netzhaut abzubilden. Sie besteht aus fünf Schichten, die jede einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren der Hornhaut beitragen.

Bei Normalsichtigen ist die Hornhaut sehr gleichmäßig gewölbt. Das Licht trifft auf das Auge und wird durch die Hornhaut und die Augenlinse gebrochen. Wenn es exakt auf einem Punkt, dem sogenannten Brennpunkt, auf der dahinterliegenden Netzhaut gebündelt wird, sehen wir scharf. Brechkraft bedeutet, wie stark das Licht gebrochen wird. Liegt eine Hornhautverkrümmung vor, werden durch unförmige Form der Hornhaut die Lichtstrahlen nicht alle gleich stark gebrochen. Das Licht wird an manchen Stellen der Hornhaut stärker gebrochen und an manchen schwächer. Dadurch treffen die Lichtstrahlen nicht auf den einen Brennpunkt auf der Netzhaut auf, sondern erscheinen dort strich-, stabförmig. Es ist kein Brennpunkt, sondern eher eine Brennlinie, da die horizontal und vertikal einfallenden Lichtstrahlen jeweils unterschiedlich gebrochen werden. Die Abbildung auf der Netzhaut bzw. die Sicht ist verzerrt. Diese Stabförmigkeit gibt der Fehlsichtigkeit auch seinen Namen: Stabsichtigkeit.

Die Besserung einer Hornhautverkrümmung ist äußerst selten. Die verbreitete Meinung, dass sich Hornhautverkrümmung auswachsen würden, können wir nicht bestätigen. Häufig kommen andere Fehlsichtigkeiten hinzu. Eine regelmäßige Augenuntersuchung ist zur Kontrolle der Sehstärke und der Augengesundheit zu empfehlen.

ARTEMIS ist auch in Ihrer Nähe

Finden Sie einen unserer 115 Standorte und vereinbaren
Sie schnell und unkompliziert einen Termin