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Sehkraft erhalten

Uveitis: Die Entzündung am Auge stoppen

Was ist Uveitis?

Die Uveitis ist eine Entzündung der Gefäßhaut, der sogenannten Uvea. Die Ursachen für die Erkrankung sind sehr vielfältig und entscheidend für eine zielgerichtete Therapie. Unsere Augenärzte bei ARTEMIS legen Wert auf eine sorgfältige Diagnostik und gute Beratung für den Umgang mit dem Krankheitsbild. Uns stehen adäquate Behandlungen zur Verfügung, um die Entzündung einzudämmen und Spätfolgen zu vermeiden.

Anzeichen erkennen
Symptome: wie macht sich eine Uveitis bemerkbar?

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Die Uveitis kann plötzlich auftreten oder sich schleichend entwickeln. Sie kann auch in Schüben mit folgenden Symptomen wiederkehren:

  • gerötete, tränende Augen
  • Schmerzen
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • vermindertes Sehvermögen
  • verschwommenes Sehen
  • Sehen von Schlieren
  • Sehen wie im Nebel
  • unscharfes Sehen
  • schwarze Punkte sog. Mouches volantes
  • Gesichtsfeldeinschränkung

Ursachen: Wie entsteht eine Uveitis?

Die Uveitis kann unterschiedliche Ursachen haben, die nicht immer eindeutig festzustellen sind. 

  • Bakterien
  • Viren
  • Pilze
  • Toxoplasmose
  • Syphillis
  • Tuberkulose
  • Herpes
  • Borreliose
  • HIV/Aids
  • Juvenile idiopathische Arthritis
  • Morbus Bechterew
  • Behçet-Syndrom
  • Sarkoidose
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankung

Uveitis - welche Formen gibt es?

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Die sogenannte Uvea befindet sich im Inneren des Auges und umfasst drei Abschnitte: die Regenbogenhaut (Iris), der Zilliar- oder Strahlenkörper (Corpus ciliare) und die Aderhaut (Choroidea), die alle von der Entzündung betroffen sein können:

Bei dieser am häufigsten vorkommenden Form der Uveitis ist vor allem die Regenbogenhaut (Iris) betroffen, aber auch der Ziliarkörper und teilweise die Hornhaut. Zumeist kennt man diese Entzündung unter dem Begriff Regenbogenhautentzündung (Iritis). Hierbei entstehen Verklebungen zwischen der Regebogenhaut und der Augenlinse oder im Kammerwinkel. Der Kammerwinkel ist für die Zirkulation der Flüssigkeit im Auge zuständig. Verklebungen können zu Abflussstörungen und damit zu einem Anstieg des Augeninnendrucks führen. Die Entzündung in diesem Bereich der Uvea kann auch zu einem Makulaödem führen, einer Ansammlung von Flüssigkeit an der Netzhaut oder zu einer Kataraktbildung.

Hier ist der mittlere Bereich der Uvea betroffen, vor allem der Glaskörper (Vitritis) und teilweise die Netzhaut. Sie ist deutlich seltener als die Regenbogenhautentzündung und betrifft häufig jüngere Menschen. Da sich die Entzündung im Glaskörper befindet, nehmen die Betroffenen oftmals „fliegende Mücken“,sogenannte Mouches volantes, wahr.

Bei dieser Uveitis-Form ist vor allem die Augenhinterwand des Auges entzündet. Dort befinden sich sehr entscheidende Strukturen für die Sehfähigkeit: die Makula und der Sehnerv.

Hierbei sind alle Abschnitte der Uvea von der Entzündung betroffen.

Untersuchungen: Wie wird die Diagnose Uveitis festgestellt?

Bei der Uveitis richtet sich die Therapie vor allem nach der Ursache der Entzündung. Die Ursachenforschung spielt somit eine zentrale Rolle. Die vielfältigen Ursachen kann man in zwei Hauptfaktoren einteilen: Keime und andere Erkrankungen. Insbesondere die Uveitis, die als Folge anderer Krankheitsbilder auftritt, erfordert oftmals eine interdisziplinäre Zusammenarbeit. Je nach Ausprägung der Entzündung setzen wir folgende diagnostische Verfahren ein: 

  • Spaltlampenuntersuchung
  • Blutuntersuchung
  • Gewebeprobenuntersuchung
  • Computertomographie
  • Augeninnendruckmessung
Erfahrene Augenärzte überprüfen Ihr Sehvermögen

Therapie: Wie wird eine Uveitis behandelt?

Vorrangiges Ziel der Behandlung einer Uveitis ist es, die Entzündung zu stoppen. Bei vorliegenden Grunderkrankungen werden auch diese intensiv in den Blick genommen. Wir richten unsere Behandlung nach der Ursache, der Ausprägung und dem Ort der Entzündung. Häufig kommen hoch effektive entzündungshemmende Medikamente (Kortison) oder Antibiotika zum Einsatz. Falls ein erhöhter Augeninndruck besteht, wird auch dieser medikamentös oder mikrochirurgisch reguliert. Die Behandlung wird engmaschig begleitet, um die Wirksamkeit zu kontrollieren und sicher zu gehen, dass keine Komplikationen oder Folgeschäden entstehen. Unser Behandlungskonzept wird individuell auf Sie angepasst.

Uveitis: Verlauf und Prognose

Der Verlauf der Uveitis ist individuell sehr unterschiedlich. Bei einem akuten Verlauf verschlechtern sich die Symptome häufig sehr schnell. Allerdings kann sie auch lange Zeit unbemerkt bleiben, da sie sich sehr langsam entwickelt. Sie kann auch in Schüben auftreten und für eine lange Zeit beschwerdefrei bleiben. Sollte eine Grunderkrankung der Auslöser sein, ist die Behandlung dieser entscheidend für den Verlauf. Die Uveitis kann zudem andere Augenerkrankungen auslösen, die die die Sehkraft bedrohen wie: 

  • grüner Star
  • grauer Star
  • Glaskörpertrübung
  • Netzhautablösung
  • Sehnervschaden
  • Makulaödem 

Die Nicht-Behandlung einer Uveitis ist eine ernstzunehmende Gefahr für Ihr Augenlicht.

Häufige Fragen

Im Normalfall schützt das körpereigene Immunsystem den Körper vor Krankheitserregern. Bei einer Autoimmunerkrankung hingegen wendet sich dieses Abwehrsystem gegen den Körper und löst eine Entzündung aus. Es unterliegt einer Fehlfunktion. Diese Entzündungsreaktion ist die Uveitis. Die Behandlung der Grunderkrankung ist entscheidend für die Uveitis Behandlung.

Nein, nicht unbedingt. Es gibt akute Formen, die auch relativ schnell wieder abklingen. Und es gibt chronische Verläufe. Entzündung werden als chronisch bezeichnet, wenn sie länger als drei Monate bestehen.

Langanhaltende oder starke Schmerzen sind für jeden eine Belastung und empfindet auch jeder anders. Abgesehen von der Einnahme von Schmerzmitteln oder Techniken, um sich Erleichterung zu verschaffen, empfehlen wir je nach Schweregrad und Dauer eine professionelle Schmerztherapie in Anspruch zu nehmen.

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