Brille Eingewöhnung
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Wie lange dauert die Gewöhnung an eine neue Brille? - Verschiedene Brillenarten & Szenarios im Überblick

Jeder, der jemals eine Brille getragen hat oder gerade seine erste Brille erhält, kennt das Gefühl: Das gestochen scharfe Sehen, das zugleich so neu und ungewohnt ist, dass es beinahe überwältigend wirken kann. Insbesondere wenn man von einer Hornhautverkrümmung betroffen ist oder sich für spezielle Brillengläser wie Gleitsichtgläser entschieden hat, kann die Eingewöhnung an die neue Brille eine echte Herausforderung darstellen. Doch wie lange dauert es wirklich, bis sich die Augen an die neue Brille gewöhnt haben? Und gibt es Unterschiede in der Gewöhnungszeit je nach Art der Brille? In diesem Magazinartikel nehmen wir die verschiedenen Szenarien und Brillenarten unter die Lupe und geben einen Überblick über die Eingewöhnungszeiten.

Lesen Sie weiter, um mehr über die Gewöhnung an eine neue Brille zu erfahren.

Warum braucht es eine Gewöhnungszeit für eine neue Brille?

Wenn Sie eine neue Brille erhalten, werden Sie nicht nur durch ein anderes Glas blicken, sondern Ihr gesamtes Sehsystem – von der Linse über die Netzhaut bis hin zum Gehirn – muss sich an die neuen Gegebenheiten anpassen. Dieser Anpassungsprozess kann, je nach Art der Sehkorrektur und individuellen Voraussetzungen, einige Zeit in Anspruch nehmen. Besonders herausfordernd kann dies für Menschen sein, die erstmals eine Brille wegen einer Hornhautverkrümmung tragen oder von einer Einstärkenbrille zu einer Gleitsichtbrille wechseln. Die neue Brille korrigiert Sehfehler in einer Weise, die das Auge und das Gehirn möglicherweise nicht gewohnt sind. Es ist, als würde man plötzlich eine neue Sprache lernen: Es benötigt Übung und Geduld, bis man fließend "spricht". In diesem Fall bedeutet dies, bis man klar und bequem durch die neue Brille sieht.

Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Empfindungen normalerweise nachlassen, wenn Sie Ihre Brille regelmäßig tragen. Bei anhaltenden Problemen konsultieren Sie bitte Ihren Augenarzt, es könnte sich um eine Brillenunverträglichkeit handeln. Mehr zu einer Brillenunverträglichkeit erfahren Sie in einem weiteren Magazinartikel.

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Was tun, wenn die neue Brille Kopfschmerzen verursacht?

Neue Brille: Eingewöhnungszeit bei Hornhautverkrümmung

Die Eingewöhnungszeit bei Hornhautverkrümmung kann sich aufgrund der torischen Brillengläser hinziehen. Hier geht es um die Gewöhnung an die neue Sehstärke, speziell wenn Sie zuvor noch keine Brille getragen haben. Für viele Menschen kann die Eingewöhnung an eine Brille für Hornhautverkrümmung nur wenige Tage bis zu einer Woche dauern.

Zu den häufigsten Anpassungsschwierigkeiten gehören:

  • leichte Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Ein Gefühl, als würde der Boden „wackeln“ oder als ob Dinge sich bewegen, wenn sie stillstehen.

Tipps für eine schnellere Eingewöhnung

  • Tragen Sie Ihre Brille so oft wie möglich. Je mehr Sie Ihre neue Brille tragen, desto schneller gewöhnen sich Ihre Augen an die neue Sehstärke.
  • Vermeiden Sie den ständigen Wechsel zwischen der alten und der neuen Brille.
  • Bewegen Sie bei der Lektüre oder bei der Arbeit am Computer regelmäßig den Kopf und nicht nur die Augen. Dies kann helfen, die Muskeln und das Gehirn an die neue Brille zu gewöhnen.

Refraktive Chirurgie als Alternative?

Wer sich nicht mit der Eingewöhnung an eine Brille herumschlagen möchte, kann auch refraktive Chirurgie in Erwägung ziehen, um den Astigmatismus zu korrigieren. Methoden wie LASIK können den Bedarf an einer Brille oft reduzieren oder gar eliminieren. Vor diesem Schritt ist es jedoch wichtig, eine umfassende Augenuntersuchung durchzuführen und die potenziellen Risiken und Vorteile mit einem Augenspezialisten zu besprechen.

Eingewöhnungszeit bei der ersten Brille

Die Eingewöhnung bei der ersten Brille kann besonders herausfordernd sein, da sich das Auge und das Gehirn an die neue Wahrnehmung adaptieren müssen. Die Linse verändert, wie das Licht auf Ihre Augen trifft, was zu einer verbesserten Sicht führt, aber auch zu einer gewissen Desorientierung, bis sich Ihr Gehirn an die neuen Bilder gewöhnt hat. Hierbei spricht man oft von einer Brillengewöhnung von bis zu zwei Wochen.

Zu den häufigsten Anpassungsschwierigkeiten gehören:

  • ein Gefühl von "Tunnelblick"
  • leichte Schwindelgefühle
  • Kopfschmerzen oder Augenbelastung
  • eine Verzerrung von Entfernungen, insbesondere beim Treppensteigen

Tipps für eine erfolgreiche Eingewöhnung an Ihre erste Brille

  • Tragen Sie Ihre Brille konsequent. Je regelmäßiger Sie die Brille tragen, desto schneller wird sich Ihr Gehirn an die neue Sichtweise gewöhnen.
  • Beginnen Sie in einem vertrauten Umfeld. So können Sie sich besser an die Unterschiede in Ihrer Wahrnehmung anpassen.
  • Nehmen Sie sich Zeit zum Ausruhen. Wenn Sie sich müde oder überfordert fühlen, legen Sie eine Pause ein.

Refraktive Chirurgie als spätere Alternative?

Während viele Menschen ihre Brille lieben und schätzen, ziehen andere später vielleicht den Gedanken einer Augenoperation in Betracht. Verfahren wie LASIK können dazu beitragen, die Abhängigkeit von einer Sehhilfe zu reduzieren. Eine solche Entscheidung sollte jedoch gut überlegt und mit einem Facharzt besprochen werden.

Ähnlich der Gewöhnung an einer neue Brille, kann auch die Gewöhnung an Kontaktlinsen einen gewissen Anpassungszeitraum erfordern. Erfahren Sie in einem weiteren Magazinartikel mehr über die Anpassung an Kontaktlinsen.

Wie lange dauert es & was ist zu beachten?

Gewöhnung an eine neue Gleitsichtbrille

Die Gewöhnung an eine neue Gleitsichtbrille kann länger dauern, da sie verschiedene Stärken in einem Glas vereint. Der obere Bereich hilft beim Sehen in der Ferne und der untere beim Lesen. Der Übergang zu einer Gleitsichtbrille kann für viele eine bedeutende Anpassungsphase darstellen. Diese spezielle Brille ermöglicht es, sowohl in der Nähe als auch in der Ferne scharf zu sehen, ohne zwischen verschiedenen Brillen wechseln zu müssen. Während sie erhebliche Vorteile bietet, erfordert sie auch eine gewisse Gewöhnungszeit. Im Gegensatz zu Einstärkenbrillen hat die Gleitsichtbrille unterschiedliche Sehbereiche, die sanft von der Nähe zur Ferne übergehen. Dies erfordert von den Augen und dem Gehirn, sich an diese Veränderungen zu gewöhnen und die Fokussierung je nach Bedarf anzupassen. Das erfordert eine Anpassung in der Wahrnehmung und kann mehrere Wochen Gewöhnungszeit in Anspruch nehmen.

Zu den häufigsten Anpassungsschwierigkeiten gehören:

  • ein Gefühl von Unsicherheit beim Treppensteigen
  • kurzzeitige Schwindelgefühle
  • die Notwendigkeit, den Kopf in bestimmten Winkeln zu neigen, um klar zu sehen
  • Randunschärfen

Tipps für eine erfolgreiche Gewöhnung an Ihre Gleitsichtbrille

  • Tragen Sie Ihre Brille konsequent. Zu Beginn sollten Sie die Brille so oft wie möglich tragen, um sich schneller anzupassen.
  • Lernen Sie, mit Ihren Augen und nicht mit Ihrem Kopf zu fokussieren. Dies kann bedeuten, dass Sie Ihren Kopf leicht neigen müssen, um den besten Fokuspunkt für verschiedene Entfernungen zu finden.
  • Geben Sie sich Zeit. Jeder Mensch hat seine eigene Anpassungsgeschwindigkeit. Seien Sie geduldig mit sich selbst.

Refraktive Chirurgie als Alternative?

Obwohl die Gleitsichtbrille zahlreiche Vorteile bietet, ziehen einige den Gedanken einer refraktiven Chirurgie in Betracht, um ohne Brille auszukommen. Es gibt verschiedene Verfahren, die helfen könnten, aber eine ausführliche Beratung bei einem erfahrenen Augenarzt ist unerlässlich.

Unser Fazit: Bei der Gewöhnung an die neue Brille ist Geduld gefragt!

Die Gewöhnung an eine neue Brille ist individuell unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab. Es ist wichtig, sich die notwendige Zeit zu geben und bei anhaltenden Problemen den Augenarzt zu konsultieren. Wer sich allerdings komplett von der Brille verabschieden möchte, für den kann die Refraktive Chirurgie eine interessante Alternative sein.